Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft
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FreiburgKanton und Stadt Freiburg
Mit einer Fläche von 1'671 km2 und einer Bevölkerung von knapp 268'000 Personen (Erhebung Amt für Statistik, 2007) kann der Kanton Freiburg als mittelgrosser Kanton bezeichnet werden. Er liegt in der Westschweiz und lässt sich geographisch in zwei grössere Bereiche unterteilen: Der nördliche und westliche Teil gehört zum Schweizer Mittelland, der Süden und Südosten zu den Voralpen. Die Nachbarkantone sind der Kanton Waadt im Süden und Westen, der Kanton Bern im Norden / Osten und der Kanton Neuenburg im Westen. Politisch ist der Kanton Freiburg in sieben Bezirke unterteilt, darunter fünf französischsprachige (Saane-, Glane-, Broye-, Greyerz- und Vivisbachbezirk), ein zweisprachiger (Seebezirk) und ein deutschsprachiger (Sensebezirk). Die Stadt Freiburg (französisch: Fribourg), mit ca. 33'000 Einwohnerinnen und Einwohnern grösste Gemeinde des Kantons, ist gleichzeitig Hauptort des Kantons und des Saanebezirks. Sie liegt genau auf der Sprachgrenze, die in der Agglomeration Freiburg der Saane (französisch: Sarine) entlang verläuft. SprachenDer Kanton Freiburg ist ein offiziell zweisprachiger Kanton, die Amtssprachen sind Französisch und Deutsch (Art. 6 Abs. 1 der Kantonsverfassung vom 16. Mai 2004, KV). Der Gebrauch der Amtssprachen wird in Achtung des Territorialitätsprinzips geregelt: Staat und Gemeinden achten auf die herkömmliche sprachliche Zusammensetzung der Gebiete und nehmen Rücksicht auf die angestammten sprachlichen Minderheiten (Art. 6 Abs. 2 KV). Nach der letzten Volkszählung aus dem Jahre 2000 waren 63,2% der Kantonsbevölkerung französischer Muttersprache, während 29,2% der deutschsprachigen Minderheit angehörten. Die restlichen 7,6% verteilten sich auf Personen mit einer anderen Muttersprache. In der Stadt Freiburg lag der Anteil der französischsprachigen Bewohnerinnen und Bewohner bei 63,6%, derjenige der deutschsprachigen bei 21,2%. Die Anderssprachigen machen hier 15,2% der Einwohnerinnen und Einwohner aus, was auf die - für eine Zentrumsstadt natürliche - starke Präsenz von Migrantinnen und Migranten schliessen lässt. Fribourg oder Freiburg?Der offizielle Name des Kantons und der Stadt Freiburg lautet in deutscher Sprache "Freiburg". In den vergangenen Jahren hat sich dessen ungeachtet in mancherlei deutschen Presseerzeugnissen wie auch in elektronischen Medien und im allgemeinen Sprachgebrauch in der Deutschschweiz die Gewohnheit eingebürgert, die französische Schreibweise "Fribourg" zu verwenden. Hierzu eine treffende Analyse aus einem Standardwerk: "Es sollte als Grundsatz gelten: Wo eine allgemein bekannte, alteingebürgerte deutsche Form für einen fremdsprachigen Ortsnamen besteht, sollte in deutschen Texten daran festgehalten werden, ganz besonders wenn es sich um schweizerische Namen handelt. So wie ein Welscher mit Recht nie anders als Bāle, Saint-Gall, Soleure und Coire, der Tessiner wiederum nur Basilea, San Gallo, Soletta und Coira spricht und schreibt, ebenso selbstverständlich sollte man in der deutschen Schweiz an guten alten Namen wie St. Immer Delsberg, Pruntrut, Neuenstadt, Neuenburg, Sitten Siders, Greyerz usw. festhalten. Völlig abwegig ist auch die verbreitete Unsitte, das immerhin noch zweisprachige Freiburg französisch Fribourg zu benennen (Dass man "Fribourg" doch von dem in Deutschland gelegenen Freiburg unterscheiden müsse, ist eine Ausrede. Das deutsche kann man mit Freiburg i.Br. deutlich genug kennzeichnen; für das schweizerische aber steht wenn nötig ja auch noch die mehr als 800-jährige Bezeichnung Freiburg im Üchtland [i.Ü.] zur Verfügung)" (Heuer, Flückiger, Gallmann in "Richtiges Deutsch", 27. Auflage, Verlag NZZ, Zürich, S. 510). Steiert Thierry
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