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Deutschfreiburgische Arbeitsgemeinschaft

Geschichte

Portrait von Peter Boschung
Josef Vaucher mit Dr. Peter Boschung

Die DFAG wurde am 15. Januar 1959 von Dr. Peter Boschung gegründet. Anlass zur Gründung war die Unterrepräsentation der Deutschsprachigen und des Deutschen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens.

1962 verabschiedete die Mitgliederversammlung eine Petition an den Staatsrat, in der die Gleichstellung der deutschen Amtssprache und der Ausbau des kantonalen Sprachenrechts gefordert wurde.

1963 wurde der Ausschuss für die Schreibweise der Mundarten sowie der Ausschuss für deutschsprachige kulturelle Veranstaltungen geschaffen.

1964 schlossen das Freiburger Institut und die DFAG einen "Bündnisvertrag". Das wichtigste Ergebnis dieser Zusammenarbeit war die von der paritätischen Sprachenkommission ausgearbeitete Sprachencharta, die am 24. Dezember 1968 dem Freiburger Staatsrat überreicht wurde.

Auf Anregung der DFAG wurde 1970 der Deutschfreiburger Grossratsklub gegründet; im folgenden Jahr der Ausschuss für Radio- und Fernsehfragen.

Seit 1974 befasst sich die DFAG eingehend mit der Sprachenfrage im Bereich der Schulen und löste damit öffentliche Diskussionen auch bei den Welschfreiburgern aus. Diese gründeten 1985 mit der Communauté romande du pays de Fribourg (CRPF) eine der DFAG entsprechende französischsprachige Organisation.

Seit den 1990er Jahren setzt sich die DFAG vermehrt mit der Zweisprachigkeit auseinander und unterstützt Initiativen in Richtung des zweisprachigen Unterrichts und der Immersion.

Von 2000 bis 2004 befasste sich der Vorstand der DFAG ausgiebig mit Verfassungsfragen. Es ist nicht zuletzt ihrem Einfluss zu verdanken, dass die Sprachenfrage in der neuen Kantonsverfassung besser geregelt ist als in der alten.

Seit 2005 sind territoriale Neuorganisation und Sprachen ein wichtiges Thema - dies im Hinblick auf eine zweisprachige Agglomeration.

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